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Aktuell · KW 15 / 2026

Krankenstand in Deutschland

Der Verlauf der drei wichtigsten Atemwegserreger im direkten Vergleich — Grippe, COVID-19 und RSV. Daten aus RKI GrippeWeb, COVID-ARE und der AMELAG-Abwassersurveillance.

Grippe
NiedrigInfektionsgeschehen · KW 15
COVID-19
NiedrigInfektionsgeschehen · KW 15
RSV
NiedrigInfektionsgeschehen · KW 15

Aktuelle Lage zu Grippe

In Kalenderwoche 15 des Jahres 2026 ist die Aktivität von Influenza (Grippe) in Deutschland niedrig. Der aus klinischer Überwachung und Abwasser-Signal kombinierte Trend geht zurück. Im Vierwochen-Vergleich ist ein deutlicher Rückgang zu beobachten.

Die Einordnung basiert auf RKI GrippeWeb und die ARE-Konsultationsinzidenz des RKI. Saisonal erreichen Infektionswellen ihren Höhepunkt in Deutschland typischerweise zwischen Januar und März; im Sommerhalbjahr ist die Aktivität üblicherweise deutlich geringer. Wie stark eine konkrete Saison ausfällt, hängt unter anderem von der zirkulierenden Virusvariante und dem Immunstatus der Bevölkerung ab.

Aktuelle Lage zu COVID-19

In Kalenderwoche 15 des Jahres 2026 ist die Aktivität von COVID-19 in Deutschland niedrig. Der aus klinischer Überwachung und Abwasser-Signal kombinierte Trend geht zurück. Über die letzten Wochen ist ein deutlicher Anstieg erkennbar.

Die Einordnung basiert auf die RKI COVID-ARE-Konsultationsinzidenz und das AMELAG-Abwassermonitoring. Saisonal erreichen Infektionswellen ihren Höhepunkt in Deutschland typischerweise in den Wintermonaten, mit möglichen Sommerwellen; im Frühsommer zwischen den Wellen ist die Aktivität üblicherweise deutlich geringer. Wie stark eine konkrete Saison ausfällt, hängt unter anderem von der zirkulierenden Virusvariante und dem Immunstatus der Bevölkerung ab.

Aktuelle Lage zu RSV

In Kalenderwoche 15 des Jahres 2026 ist die Aktivität von das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) in Deutschland niedrig. Der aus klinischer Überwachung und Abwasser-Signal kombinierte Trend geht zurück. In den letzten Wochen zeigt sich eine leicht abnehmende Tendenz.

Die Einordnung basiert auf die AMELAG-Abwassersurveillance des RKI. Saisonal erreichen Infektionswellen ihren Höhepunkt in Deutschland typischerweise zwischen Dezember und Februar; im Frühjahr und Sommer ist die Aktivität üblicherweise deutlich geringer. Wie stark eine konkrete Saison ausfällt, hängt unter anderem von der zirkulierenden Virusvariante und dem Immunstatus der Bevölkerung ab.

12-Wochen-Verlauf
Alle drei Erreger · Je Kurve eigene Skala · Relative Entwicklung
KW 04KW 07KW 10KW 12KW 15
Grippe
COVID-19
RSV

Datenquellen und Methodik

Die Einordnung der aktuellen Infektionslage kombiniert drei unabhängige Überwachungssysteme des Robert Koch-Instituts. So entsteht ein robustes Bild der Krankheitslast, das sowohl milde Verläufe in der Bevölkerung als auch die Belastung in Arztpraxen abbildet.

RKI GrippeWeb

GrippeWeb ist ein syndromisches Meldesystem auf Basis freiwilliger Angaben aus der Bevölkerung. Teilnehmende melden wöchentlich anonym, ob eine neu aufgetretene Atemwegserkrankung vorliegt. Das System erfasst so auch mildere Verläufe, die keinen Arztkontakt auslösen.

ARE-Konsultationsinzidenz (COVID-ARE)

Die Konsultationsinzidenz erfasst, wie viele Patientinnen und Patienten wegen einer akuten Atemwegsinfektion ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Grundlage sind Sentinel-Arztpraxen, koordiniert von der Arbeitsgemeinschaft Influenza. Dieser Indikator spiegelt die Belastung des Gesundheitssystems wider.

AMELAG-Abwassersurveillance

Die Abwassersurveillance (Abwassermonitoring für eine epidemiologische Lagebewertung) misst die Viruslast in Kläranlagen. Da Erreger oft ausgeschieden werden, bevor sich Betroffene testen lassen oder eine Praxis aufsuchen, dient AMELAG als Frühindikator – unabhängig vom individuellen Testverhalten.

Qualitative Einordnung

Die Kategorien „Niedrig", „Moderat" und „Hoch" orientieren sich an saisonalen Vergleichswerten und epidemiologischen Schwellenwerten des RKI. Die historische Variabilität respiratorischer Wellen wird dabei berücksichtigt. Die Daten werden wöchentlich aktualisiert, sobald das RKI seinen aktuellen Wochenbericht veröffentlicht – in der Regel donnerstags.

Häufige Fragen

Wie viele Menschen sind gerade in Deutschland krank?

Die Gesamtzahl der Erkrankten wird qualitativ über die ARE-Rate in der Bevölkerung und die Konsultationsinzidenz des RKI geschätzt. Die Lage wird in Stufen von „Niedrig“ bis „Hoch“ eingeteilt, basierend auf dem Anteil der Menschen mit akuten Atemwegssymptomen. Da nicht jede erkrankte Person ärztlich vorstellig wird, kombinieren Fachleute Daten aus Arztpraxen mit Selbstauskünften aus GrippeWeb. Für konkrete Zahlen und eine persönliche Risikoeinschätzung bietet die InfektRisiko-App tiefergehende Auswertungen.

Wann ist die Erkältungssaison am stärksten?

Die höchste Krankheitslast wird regelmäßig im Winter verzeichnet. Der Peak liegt meist zwischen Januar und März, wenn Influenza, RSV und COVID-19 oft gleichzeitig zirkulieren. Auch im Herbst, nach Ende der Sommerferien und mit sinkenden Temperaturen, gibt es einen deutlichen Anstieg. Klimatische Faktoren und der vermehrte Aufenthalt in geschlossenen Räumen begünstigen die Ausbreitung respiratorischer Erreger.

Warum steigt der Krankenstand im Winter?

Mehrere Faktoren tragen dazu bei: Viele Viren sind bei Kälte stabiler und halten sich in trockener Heizungsluft länger. Die Schleimhäute der Atemwege sind im Winter schlechter durchblutet und trockener, wodurch ihre Barrierefunktion geschwächt wird. Zudem erleichtert der engere Kontakt in Innenräumen die Übertragung durch Tröpfchen und Aerosole. In der Summe steigt die Reproduktionszahl vieler Erreger im Winter naturgemäß an.

Was bedeutet „Immune Debt“?

„Immune Debt“ (Immunitätsschuld) beschreibt das Phänomen, dass nach Zeiten geringer Erregerzirkulation – etwa durch verstärkte Schutzmaßnahmen – die Immunität in der Bevölkerung gegen bestimmte Viren sinkt. Nachfolgende Infektionswellen können dann heftiger ausfallen, weil das regelmäßige „Training“ des Immunsystems fehlte. Es handelt sich nicht um einen dauerhaften Defekt, sondern um einen temporären Nachholeffekt.

Wie wird der Krankenstand in Deutschland gemessen?

Mehrere Datenquellen fließen zusammen: Das RKI nutzt Meldungen über Arztbesuche wegen Atemwegsinfektionen und virologische Laborergebnisse. Krankenkassen ergänzen das Bild über Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen für Erwerbstätige. Diese Mosaiksteine ergeben zusammen ein Gesamtbild der aktuellen Belastung. Auf infektrisiko.de werden diese Datenströme zu einer einfachen qualitativen Bewertung zusammengefasst.

Zahlen · Persönliches Risiko · 36 Länder

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Stand: 17.04.2026, 10:03